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01    als Download:

         Übertragung KRAUS, J.B., Beschreibung der heiligen Orte zu Arenberg

02    als Download:

       THEIS; Clemens, Oben am Berg - Beiträge zur Ortsgeschichte des Kirchenspiels Arenberg

03   als Download:

       THEIS; Clemens, Sie lebten in unserer Mitte - Spuren jüdischen Lebens in Arenberg und Immendorf

04  Neue Schule in Arenberg 1844

05  Höhenluftkurort Arenberg

06  Fronleichnam in Arenberg 1957 / 1958

07 "Album von Arenberg" von Anselm Schmitz von 1883

 

 

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01 Übertragung - Pfarrer J.B. Kraus: Beschreibung der heiligen Orte zu Arenberg - Kirche (13. Auflage, 1885)

Es ist uns gelungen, das Buch von J.B. KRAUS, Beschreibung der Heiligen Orte zu Arenberg" - Kirche (13. Auflage von 1885) in heute lesbare Schrift zu übertragen. Ergänzt werden die Beschreibungen durch Ausführungen von C. Theis, Oben am Berg. (Als Download auf der "Willkommen"-Seite dieser Homepage vorhanden.)

Zwischenzeitlich ist die 4. überarbeitete und erweiterte Auflage - April2016- erscheinen.

Ergänzt werden konnten Teile aus seinen früheren Beschreibungen (10. Auflage von 1877 und 11. Auflage von 1881) so wie Beschreibungen seiner Nachfolger, die Einrichtungsgegenstände beschreiben, die zu Lebzeiten von Pfarrer Kraus noch nicht existierten.

Weiter konnten weitere Bilder, besonders aus älteter Zeit (1883) eingefügt werden.

Vieles, das dort beschrieben wird, kann heute nicht mehr in der Kirche betrachtet werden.

Ein Granateneinschlag im Jahr 1945, Umbaumaßnahmen in den Jahren 1960, 1963 und 1991, haben das Aussehen der Kirche, besonders im Chorraum verändert.

Wilfried Mohr hat seine Fotos zur Verfügung gestellt um damit den Text zu bebildern.

Wir hoffen, damit ein Interesse zu befriedigen und gleichzeitig die Kirche einem breiteren Publikum erklären zu können.

Die Datei steht zu Ihrer Verfügung als Download bereit.

Download: Beschreibungen der heiligen Orte zu Arenberg

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02 Clemens Theis: Oben am Berg - Beiträge zur Ortsgeschichte des Kirchenspiels Arenberg, 1996

Clemens Theis hat 1996 ein Buch über Arenberg und Immendorf mit dem Titel "Oben am Berg" veröffentlicht, das allerdings nicht mehr im Handel zu bekommen ist.

Herr Theis führte eine umfassende Sichtung und Auswertung der Pfarrakten und besonders der Sendprotokolle durch und veröffentlichte seine Ergebnisse in seinem Buch.

Mit seiner lebhaften und mit Geschichten aufgelockerten Darstellung setzt er ein gewichtiges Zeugnis der Geschichte der Kirchengemeinde, das auch im wissenschaftlichen Raum Beachtung findet.

Deshalb hat Herr Gerhard Neumann mit der dankenswerten Erlaubnis der Erben das Buch eingescannt und als PDF-Datei mit Lesezeichen versehen.

Das Buch steht Ihnen zum Download bereit.

C. Theis: Oben am Berg

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03 Clemens Theis: Sie lebten in unserer Mitte - Clemens Theis, Sie lebten in unserer Mitte – Spuren jüdischen Lebens in Immendorf und Arenberg

Herr Clemens Theis hat 1996 auch eine Abhandlung über die Juden in Arenberg und Immendorf verfasst, das allerdings nicht mehr im Handel zu bekommen ist. Deshalb hat Herr Gerhard Neumann mit Erlaubnis der Erben das Heft eingescannt und als PDF Datei mit Lesezeichen versehen.

Das Heft steht für Sie zum Download bereit.

C. Theis: Sie lebten in unserer Mitte - Download

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04 Neue Schule 1844

THEIS, Clemens, ARENBERG 1834, 150 Jahre Schule Arenberg, 1994

EINE SCHULE MUSS HER!

DES NEUEN PFARRERS ERSTE SORGE

Wer die Akten des Pfarrarchivs auf der Suche nach dem ersten Anstoß zum Bau einer Schule für Arenberg zurückverfolgt, stößt in einer vergilbten Sammelmappe mit der Aufschrift "Schulsachen" zunächst auf einen Brief, den Pfarrer Kraus am 11. Dezember 1834 - Ostern selbigen Jahres hatte er die Pfarrstelle angetreten - an den Herrn Bürgermeister von Eyß in Thal-Ehrenbreitstein geschrieben hat: 1)

"Euer Wohlgeboren habe ich die Ehre ergebenst anzuzeigen, daß unser hiesiges Schulgebäude (in Immendorf) gegenwärtig in gar zu traurigem Zustande ist, als daß es noch lange als Schullokal in dieser erbärmlichen Beschaffenheit benutzt werden könnte: Durch die Öffnungen an den gebrechlichen und zum Teil abgefaulten Fenstern dringt überall Luft und Kälte herein. Aus dem feuchten Boden steigt der ungesundeste Duft empor. Jede Bewegung, jeder Schritt und hartes Sprechen im oberen Stockwerk wirkt durch die dünne Decke des Schulzimmers äußerst störend auf die darin Versammelten. Es sind keine ordentlichen Bänke im Schulzimmer, und der Raum darin ist so beschränkt, daß kaum die Hälfte der schulpflichtigen Kinder darin gehörig Platz finden. Auch der Lehrer hat keine anständige Wohnung dort ... "

Fürs erste schlägt Kraus vor, das Schulzimmer in den oberen Stock zu verlegen und das Erdgeschoss anderweitig zu vermieten. Von dem Erlös und einer kleinen Zulage aus der Gemeindekasse solle man dem Lehrer lieber eine Wohnung in Arenberg beschaffen, wo er ohnehin den Küsterdienst zu verrichten habe. Von dort aus könne er dann wohl auch die Arenberger Kinder begleiten, die sich auf dem Weg zur Schule nach Immendorf und zurück bisher ohne Aufsicht so ganz allein überlassen seien.

Briefliche Kontakte funktionierten damals flotter als heute. Schon am folgenden Tag kommt prompt die Antwort des angesprochenen Bürgermeisters: Bei dem "auffallend mangelhaften Zustand des Schulhauses" müsse den beiden Gemeinden in der Tat "jedes Mittel recht sein, dem so dringenden Bedürfnis abzuhelfen, sobald die erforderlichen Fonds flüssig gemacht sind." Der Gerichtsschöffe Grenzheuser werde "noch heute angewiesen, die unvermeidlichen Verbesserungen zu veranlassen". Die erforderlichen Mittel wurden offensichtlich erst vier Jahre später "flüssig". In der Zwischenzeit änderten sich allerdings auch gewisse Zuständigkeiten.

 Der Orts-Schulvorstand

Als der 29jährigeJohann Baptist Kraus Ostern 1834 seinen Dienst als Pfarrer in Arenberg antrat, galt für das Schulwesen in den vormals nassauischen, seit 1815 nun preußischen Pfarreien des Dekanats Engers noch eine Übergangsregelung von 1816, wonach zwar die Anstellung der Lehrer noch wie in früheren Zeiten der bischöflichen Behörde zugestanden wurde, das Oberaufsichtsrecht jedoch schon ganz und gar dem Staat vorbehalten war.2)

Am 7. November 1835 aber, also gut anderthalb Jahre nach Dienstantritt des neuen Pfarrers, erließ die königlich-preußische Regierung zu Koblenz eine eigene "Instruktion für Orts Schulvorstände".3)

Darin wurde jetzt der Ortspfarrer zum Vorsitzenden in allen inneren Schulangelegenheiten bestimmt, während als Vorsitzender in äußeren Schulangelegenheiten der Amtsbürgermeister (in Ehrenbreitstein) zuständig war. Neben den beiden Vorsitzenden sollten dem Schulvorstand angehören: ein Vertreter des Kirchenvorstands, zwei von den Gerichtsschöffen vorgeschlagene Gemeindemitglieder, die durch den vom königlichen Landrat eingesetzten Schulinspektor - aus vier Vorgeschlagenen - zu ernennen waren, und der gewählte Vertreter einer etwaigen Filialschule.

Daraufhin legt Pfarrer Kraus am 1. Oktober 1836 für den Orts-Schulvorstand ein separates Protokollbuch an, in das er künftig alle "Schulangelegenheiten des Kirchspiels Arenberg" einzutragen beabsichtigt. Zu diesem Zeitpunkt sind Peter Schmitt vom Kirchenvorstand sowie Peter Sauer, Johann Wölbert und Johann Knopp Mitglieder des Schulvorstands. Die Herren waren schon bei der ersten Sitzung des neuen Gremiums am 9. März 1836 durch Herrn Schulinspektor, Pfarrer Dominik Geschwind (Ehrenbreitstein), in Anwesenheit des Ortspfarrers in ihr Amt eingeführt worden.4)

Die Kinder

74 Kinder aus Immendorf - 34 Mädchen und 30 Knaben - und 45 Kinder aus Arenberg - 19 Mädchen und 26 Knaben - besuchen die Immendorfer "Pfarrschule". Noch 1814 zählte man 83 Schulkinder aus beiden Gemeinden, 36 Mädchen und 47 Knaben.5)

Jetzt sind es also 119 Schulpflichtige. Darunter 7 Kinder aus jüdischen Familien. Nach einer Zählung vom 15.Januar 1835 gibt es zu dieserZeit in Immendorf nämlich 10 Familien jüdischen Glaubens, in denen an Minderjährigen 10 Mädchen und 8 Knaben leben.6) Ihre Synagoge hat die Jüdische Gemeinde seit Dezember 1833 in der Hauptstraße auf dem 1. Stock des Hauses Nr.25; heute Ringstraße 78.7) Die Kinder der Juden besuchen bis zum Übergang auf eine Höhere Schule die christliche Elementarschule. Ihren Religionsunterricht erteilt freilich ein bei der Synagoge angestellter Privatlehrer. Pfarrer Kraus gibt die Zahl "seiner" Judenkinder im Jahresprotokoll stets eigens an.

Bereits bei der ersten Eintragung ins Protokollbuch des Schulvorstands beklagt Pfarrer Kraus die vorgefundene Merkwürdigkeit: "Obwohl in Arenberg Kirch- und Pfarrhaus stehen und es fast überall üblich ist, dass in deren Nähe sich auch die Ortsschule befindet, so gewahrt man doch in hiesiger Gemeinde eine Ausnahme hierin, indem man bei Erbauung mehr die größere Anzahl der Bürger und Kinder des Ortes als die Vorteile beachtet zu haben scheint, welche durch Nähe der Schule an Kirch und Pfarrhaus erwachsen: die Schule steht nämlich in Immendorf, dem größeren Orte hiesigen Kirchspiels, direkt neben der Kapelle."

Das jetzige Schulhaus sei 1783 - anstelle des vorigen, also vor 53 Jahren - errichtet worden, ohne auf spätere Jahre Rücksicht zu nehmen, und befinde sich in miserablem Zustand. Das Schulzimmer im unteren Teil des Hauses sei viel zu klein. Es fasse kaum mehr als die Hälfte der schulpflichtigen Kinder. Die Wohnung des Lehrers im oberen Stockwerk bestehe aus einem Zimmer. Ein benachbartes Zimmer diene als Gerichtsstube. Unten sei noch eine kleine Küche sowie ein feuchtes Kämmerchen, das als Keller diene. Daneben ein kleiner Stall. Alle Zimmer sehr niedrig, die Fenster klein und schadhaft, die Einrichtung ärmlich ... "Das ganze Haus gleicht eher einer Bauernwohnung als einem Schulhause", so Kraus. Ausdrücklich stellt er noch einmal fest: "So wie bisher beide Gemeinden Arenberg und Immendorf nur ein Schulhaus haben, so esitzen sie für ihre Jugend auch nur einen Schullehrer. Sehr jedoch wäre zu wünschen, dass jede der beiden Gemeinden Arenberg und Immendorf sich eines eigenen Schulhauses wie auch eines eigenen Lehrers erfreuen dürfte. Allein, das kann bei gegenwärtiger Lage der Dinge nicht realisiert werden." Hier also die Ausgangsbasis einer zielbewussten Veränderungstaktik, die acht Jahre später zum zäh angestrebten Erfolg führen sollte.

 Der Lehrer

Die Besetzung der Stelle ist Sache der königlichen Regierung. Bewerber haben ihr Gesuch über den vom Landrat bestellten königlichen Schulinspektor einzureichen. Seit Mai 1834 ist J oh. Christ. Becker Lehrer in Immendorf. Kraus: "Mit der Lehrerstelle ist zugleich die Küsterstelle verbunden, weswegen der Pfarrer bei Besetzung der Schulstelle durchaus fordern darf, dass man ihm keinen Menschen hinsetze, welcher der Eigenschaften entbehrt, die bei Kirchendienern verlangt werden." Wie schon zu Zeiten des Vorgängers, Pfarrer Heinrich Kühn, steht dem Lehrer freie Wohnung im Schulhaus zu. Für jedes Kind soll ihm monatlich ein spärliches Schulgeld zukommen - außer im August, da dann Ernteferien sind. Von November bis April bringen die Kinder ihr Holz zum Beheizen des Schulofens mit oder zahlen eine zusätzliche Gebühr. Mit der Gemeindeherde darf der Lehrer gratis seine Kuh und eine Geiß bzw. ein Schwein zur Weide treiben. Wie jedem Bürger steht ihm auch Brennholz aus dem Wald zu, das er aber auf eigene Kosten schlagen und heimfahren lassen muss. Außerdem ist er frei von allen "Gemeinds- und Dienstfronden" wie auch von Truppen-Einquartierungen. Ebenso von jeglichen Kommunalsteuern. Die Zivilgemeinde überlässt ihm, wie jedem Bürger, im Wehrhölzchen (wo heute der Immendorfer Sportplatz ist) ein Stück Feld, das er bebauen darf. Kirchlicherseits steht dem Lehrer ein Garten am Fuhrweg zur Verfügung, für den er jährlich eine geringe Pacht an die Immendorfer Kapelle zu zahlen hat. Die Gebühren für seine Dienstleistungen als Küster, Organist und Glöckner sind in einem Tarif genau festgelegt, teils in Geld, teils in Naturalien. Kraus erwähnt aber auch, den Geistlichen sei seit jeher zur heiligen Pflicht gemacht, durch Belehrung, Wort und Tat dafür Sorge zu tragen, dass arme Lehrer besser besoldet werden.

Auf den Seiten 8-13 des Protokollbuchs gibt Kraus eingehend Aufschluss über die Schulstiftung der Freifrau von Hunolstein - verwitwete von Heddesdorf, Mitbesitzerin der vormaligen Herrschaft Müllenbachaus dem Jahre 1729 sowie über die schwierige Umwandlung dieses Legats 1808 nach der Französischen Revolution. Den damaligen Ortsherren, den Freiherren von Wrede, war es in langwierigem Prozess gelungen, von der ursprünglichen Stiftungssumme (3000 Taler) ein Drittel der Pfarrschule im "Kirchspiel Müllenbach" zu sichern - zur Unterstützung armer Lehrer und armer Schulkinder.8)

Zündstoff für Interessenkonflikte

Mindestens zweimal im Jahr besucht der Schulvorstand die Immendorfer Schule. Jeweils danach berät er im Pfarrhaus zu Arenberg die festgestellten Mängel und sucht nach Wegen zu deren Behebung. Und wo ordentlich gehobelt wird, da dürfen auch schon mal Späne fallen. Das soll heißen: Die Herren sind keineswegs immer der gleichen Meinung.

Im Juni 1836 verlangt die königliche Regierung auf dem Dienstweg über das Bürgermeisteramt Ehrenbreitstein eine nähere Erörterung seitens des Arenberger Schulvorstands, ob es angesichts der gegebenen Verhältnisse nicht sinnvoll sei, zwei Schulen zu errichten, eine für Immendorf, die andere für Arenberg. Sollte die Gemeinde Arenberg im Augenblick die Mittel zum Bau eines Schulsaales nicht besitzen, könne man ja vielleicht zunächst einmal ein passendes Lokal für den derzeitigen Bedarf anmieten, bis ein Fonds für den erforderlichen Neu bau angesammelt sei.

Hocherfreut verfasst Pfarrer Kraus zur nächsten Sitzung eine ausführliche Zustimmung zu den "sehr weisen Vorschlägen der königlich hochlöblichen Regierung". Wiederum zählt er alle Vorteile auf, die für den Bau einer zweiten Schule in seiner Kirchengemeinde sprechen. Deutlich betont er die Möglichkeit, auch in Immendorf ein neues Schulgebäude zu errichten, da diese Gemeinde durchaus die Mittel dazu habe, - "nur will sie, daß es neben ihrer Kapelle auf den selben Platz kommt, wo jetzt das alte steht". In Arenberg aber biete sich als idealer Bauplatz das Gelände des Försters Nikolaus Knopp an, dessen altes Haus zum Abbruch versteigert werden könne. Fast ebenso geeignet und genauso nahe bei Kirche und Pfarrhaus seien Grundstücke des Gutes Helff und Meister. Bausteine, Sand und Kalk seien zu billigsten Preisen ganz in der Nähe zu haben, und zu Frondiensten würden sich Ortsbewohner gerne verstehen. Aber bekanntlich besitze die Gemeinde ja nur einige hundert Taler für diesen Zweck, so dass sie, ohne große Schulden zu machen, nicht bauen kann. - Sollte also ein Schulbau für Arenberg nicht ratsam sein, so weiß Kraus eine Alternative: Für 30 Taler jährlich würde Peter Knopp den oberen Teil seines Hauses vermieten, bestehend aus einem sehr großen Raum, 2 Nebenzimmern und einer Küche. Der Mietbetrag wäre wohl aufzubringen, meint Kraus, aber woher den zweiten Lehrer besolden? Zwar hat er auch hierzu eine Idee; sollten jedoch all diese Wünsche zur Zeit unerfüllbar sein, so möge man doch bitte wenigstens die Möglichkeit erwägen, für zwei Schulsäle zu sorgen, in denen der jetzige Lehrer den Kindern täglich zumindest einige Stunden Unterricht erteilen kann. Etwas müsse jedenfalls geschehen, doch "der weisen Verfügung königlich hochlöblicher Regierung" wolle sich der Schulvorstand "nur vertrauensvoll unterwerfen".

Diesem Schreiben vom 10. Juli 1836, unterzeichnet von ihm selbst und dem Arenberger Schulvorstands Mitglied (Kopie in den Schulakten des Pfarrarchivs), fügt Kraus die Anmerkung an, die Immendorfer Schulvorsteher hätten ihre Unterschrift von der Voraussetzung abhängig gemacht, dass die beiden Ortsgemeinden sich wegen des alten Schulhauses einigen würden; ein entsprechender Bericht der Gemeinde Immendorf werde folgen.

Der folgt tatsächlich bereits am nächsten Tag. Der Amtsschöffe, seine 2 Beistände und die 2 Immendorfer Schulvorsteher bezweifeln in ihrer Stellungnahme energisch die Möglichkeiten der Gemeinde Arenberg zur Finanzierung eines eigenen Schulhauses sowie einer zweiten Lehrerstelle und "protestieren feierlichst gegen jegliche Beeinträchtigung uralter wohlerworbener Rechte": Sollte Arenberg an einem gemeinsamen(!) Schulneubau nicht interessiert sein, beansprucht Immendorf für sich allein den Bau einer neuen Schule, und zwar am bisherigen Standort.

Vier Monate später, November 1836, hat sich Pfarrer Kraus inzwischen offenbar mit den unausweichlichen Realitäten abgefunden. Oder ist es verbitterte Selbstironie, wenn er seinem Team am 15. November den Entwurf eines Schreibens vorlegt, mit dem er die oberste Schulbehörde "untertänigst anflehen" will, der Bitte um Verlegung des Immendorfer Schulsaals ins obere Stockwerk "huldreich zu willfahren"? Jetzt sieht er sogar ein, dass "das gegenwärtige Schulhaus ja erst 53 Jahre dort steht und somit nach zweckmäßiger Reparatur wohl noch lange Jahre gute Dienste zu leisten vermag". Aber er gibt auch zu, dass in Arenberg noch vordringlichere Bedürfnisse anstehen: ein zweiter Brunnen für den Ort; und dann die Beseitigung der Einsturzgefahr am Turm der alten Pfarrkirche, den zu Ausbesserungsarbeiten schon lange Jahre niemand mehr zu besteigen wagt, weshalb es an mehreren Stellen reinregnet, so dass der endgültige Zerfall zu befürchten ist. Der armen Gemeinde zu alldem etwa noch Schulden aufzuladen, nein, das sei wirklich nicht zu verantworten. Deshalb also jetzt mit aller Hochachtung und tiefster Verehrung die Bitte, für den erwähnten Schulumbau einen Bauverständigen wählen zu dürfen oder von Regierungsseite selbst solchen zu bestimmen, damit der derzeit traurigen Lage baldigst abgeholfen wird. - Kraus in einem Nachsatz: "Diese Bittschrift wurde nicht abgeschickt, da der Ortsschöffe Johann Woelbert von Immendorf und seine Beistände auf meine Vorschläge nicht eingehen wollten; in ihrem Begehren lag Beeinträchtigung der Gemeinde Arenberg, weshalb ich auch darin nicht einstimmen konnte." (Pfarrarchiv Arenberg, Akte B4)

Der neue Schulsaal in Immendorf

In den Schulakten findet sich anschließend für sieben Jahre keinerlei Spur von irgendwelchen Vorkommnissen. Damit sind wir vorerst wieder auf das Protokollbuch des Schulvorstands, auf die Eintragungen des Vorsitzenden Pfarrer Kraus, angewiesen.

Demnach entschied die königliche Regierung Ende 1837, neben das alte Immendorfer Schulhaus einen neuen Schulsaal, berechnet für die Kinder der Gemeinde Immendorf, anzubauen und das bisherige Gebäude als Wohnung für den Lehrer einzurichten. Der Grundstein wird am 20. April 1838 gelegt, der Bau Ende September vollendet und Anfang November zu Beginn des neuen Schuljahres bezogen. Den Arenberger Kindern bleibt es bis zur Errichtung eines eigenen Schulhauses gestattet, weiter die Immendorfer Schule zu besuchen, doch hat Arenberg bis dahin an die Gemeinde Immendorf jährlich die Zinsen eines Drittels der Baukosten für den Neubau zu entrichten. Bei der Visitation am Jahresende notiert Kraus: Wegen des beschränkten Raumes im früheren Schulzimmer durfte von der Leistung des Lehrers nicht zuviel erwartet werden, weil er ja jeden Schüler nur halbtags je 3 Stunden unterrichten konnte, die größeren morgens, die kleineren am Nachmittag. Insofern ist man mit seinen Anstrengungen zwar zufrieden, erwartet aber künftig bedeutendere Fortschritte der Kinder, nachdem der neue Schulsaal jetzt den Unterricht für alle vormittags und nachmittags ermöglicht. - Mit dem neuen Raum ist der Schulvorstand allerdings höchst unzufrieden. Das Wasser läuft an allen Wänden herunter. Der Innenraum ist daher feucht und kalt. Die Kinder frieren bei heißen Öfen. Die Bänke sind schlecht gearbeitet und außerdem so lang, dass man sich nur von einer Seite den Schülern nähern kann, "was äußerst mühsam für den Lehrer und nachteilig für die Schüler ist; aber um nichts wurden wir befragt, und unsere Vorschläge blieben unberücksichtigt", klagen die Schulvorsteher im Januar 1839. Die Missstände wurden dann im Februar so weit wie möglich behoben.

Von nun an will sich der Schulvorstand vierteljährlich zur gemeinsamen Visitation treffen, und zwar stets an den Freitagen der Quatember-Fasten. Am Ende eines jeden Schuljahres werden die zu entlassenden Schüler einzeln einer Prüfung unterzogen. Die Benotungen in Betragen, Fleiß und Leistungsfähigkeit sowie in Religion, Rechtschreiben, Lesen, Rechnen und Schönschrift hält Kraus jeweils namentlich im Protokoll fest. Im Laufe des Schuljahres 1839 bessert sich tatsächlich der Fleiß der Kinder, vor allem im Schönschreiben. Ein besonderes Lob wird dem Betragen der Mädchen gespendet. Ihnen wird daraufhin der Vorzug eingeräumt, am Ende des Unterrichts und nach dem Gottesdienst schon vor den Knaben die Schule bzw. die Kirche verlassen zu dürfen. Zwei Jugendliche, Kinder armer Witwen, von ihren Müttern übermäßig zum Brotverdienst in Anspruch genommen, werden auf Beschluss des Schulvorstands aus der Schule entlassen, obwohl sie trotz fortgeschrittenen Alters die für das Leben erforderlichen Kenntnisse nicht besitzen. Die Schulbibliothek, die auch den Erwachsenen in der Gemeinde zugänglich ist, wird beträchtlich aufgestockt, und dem Lehrer wird aufgrund des sichtbaren Fortschritts zum Jahresende eine Gratifikation von 6 Talern aus dem Wredeschen Schulfonds gewährt.

Sonstige bemerkenswerte Erfahrungen des Schulvorstands:

Einmal müssen die Herren den Beschwerden des Lehrers Becker wegen unterlassener oder säumiger Entrichtung des Schulgelds seitens einiger Bürger nachgehen und künftigen Widersetzlichkeiten vorbeugen.

Des Öfteren sind Schulversäumnisse einzelner Kinder zu beklagen. Es besteht die Vorschrift, diese Fälle regelmäßig nach Ablauf eines Monats dem Bürgermeisteramt in Ehrenbreitstein zu melden und im Einzelfall die Eltern zur Rede zu stellen. In einem Fall beantragt der ratlose Schulvorstand gar, zwei Kinder, die dauernd den Unterrichtschwenzen, durch einen Feldhüter eine Zeitlang zur Schule treiben zu dürfen, was freilichb  nicht bewilligt werden konnte. Unberücksichtigt blieb auch die Klage, dass der Pächter von Hof Mühlenbach seine Kinder in die Schule nach Fachbach schickt.

 Dem Lehrer erstellt der Schulvorstand von Zeit zu Zeit eine Liste jener Kinder, denen er aus Mitteln des Wredeschen Schulfonds Papier, Federn und Griffel verabreichen soll. Kreide, Tinte und Tafelschwämme stellt die Gemeinde.

1840 erbittet der Schulvorstand eine Verstärkung der "nur lattendicken Zimmerdecke" im Schulsaal, weil im Winter die Kälte und im Sommer die Hitze zu sehr eindringen. Ferner soll die Öffnung zum Reinigen des Kamins unbedingt auf den Speicher verlegt werden. Die Schule benötigt eine Notentafel zum Einüben von Liedern, und die Bänke sind schon wieder in solchem Unstand, dass sie ausgebessert werden müssen. Der Schulhof bedarf der Einebnung, und über das da vorbeilaufende Bächlein wird gebeten eine Brücke anzulegen.

 Licht im Tunnel

Nach Ablauf der fünf jährigen Amtszeit werden Ende 1841 die in den Schulvorstand zu entsendenden Mitglieder neu gewählt. Dem Gremium gehören nun für die nächsten fünf Jahre an: Ludwig Emsbach (31) aus Arenberg sowie Johann Wölbert (50), Johann Grenzheuser (42) und Heinrich Bernard (61) aus Immendorf.

Die Gesamtzahl der Schüler im "Kirchspiel" ist 1840 auf 134 angewachsen, wovon 22 Kinder allerdings bereits im Herbst entlassen wurden. Aufgrund der Geburtenzahl lässt sich aber schon absehen, dass bis 1846 insgesamt 147 Schulpflichtige die Immendorfer Schule besuchen müssen, falls die Arenberger Kinder bis dahin keine eigene Schule haben. Sowohl für den neugebildeten Schulvorstand als auch für den längst überforderten Lehrer sind das Horrorvisionen. So enthält das 1842 an die Schulbehörde eingesandte Ergebnis der Jahresschluss-Visitation denn auch wieder die verzweifelte Feststellung, daß angesichts der ständig wachsenden Schülerzahl bessere Resultate weder vom Lehrer noch von den Schülern zu erwarten seien. Ein weiteres Mal wird deshalb auf die dringende Notwendigkeit einer Trennung und Teilung der Schule hingewiesen.

Am 14. Januar 1843 hält Pfarrer Kraus die Zeit für reif, die Baugenehmigung zu erbitten und gleichzeitig Seine Majestät, den König von Preußen, um ein Gnadengeschenk zu ersuchen, das die im Kostenvoranschlag ungedeckte Summe von 700 Talern auffüllen soll.

Die königliche Regierung, Abteilung des Inneren, zeigt sich zwar in ihrer Rückschrift vom 17. März höchst überrascht, "mit welchem Interesse und welch großer Teilnahme die Gemeinde zu Arenberg und deren einzelne Glieder den daselbst projektierten Neubau einer Schule zu fördern suchen, und wie viel bereits ungeachtet der Armut der Gemeinde durch Anerbieten Einzelner zur Aufbringung der erforderlichen Mittel geschehen ist", doch erscheine die Errichtung einer Schule wohl kaum als ausreichender Anlass für solch ein Gnadengeschenk. Überdies bestünden aber auch Zweifel, wieweit die als vorhanden in Aussicht gestellte Summe an Eigenkapital auch wirklich aufgebracht werden könne, ob für den von der Gemeinde Immendorf erwarteten Entschädigungsbetrag ein rechtskräftiges Abkommen bestehe und wieso das erhoffte Darlehen bei dem gänzlichen Mangel der Gemeinde an Pfandobjekten zu den vorhandenen Mitteln zu rechnen sei. Erst nach Klärung und Nachweisung aller Voraussetzungen, wozu übrigens auch die Frage der Anstellung eines Lehrers gehöre, könne über alles Weitere entschieden werden.

Das erste Schulhaus für Arenberg

Zu den verschiedenen Bedenken der Regierung nimmt Pfarrer Kraus am 13. Mai 1843 eingehend Stellung. Punkt für Punkt legt er seine Karten offen auf den Tisch. Und siehe da, am 15. Juli hat er die Erlaubnis zum Baubeginn in der Hand.

Hurra, endlich ist es soweit! Schon am 15. August wird der Grundstein gelegt. Ehrenbreitsteiner Freunde, die Familien Dr. Soist und Helff, haben das Grundstück geschenkt. 25 Ruten als Baugelände und 3 Ruten zur Erweiterung des Weges. Übrigens: Medizinalrat Dr. Franz Xaver Soist, dessen Schwiegermutter eine geborene Meister war, ist Erbe des Besitztums jener Familie, die vor 10 Jahren zusammen mit Familie Helff das Recht besaß, den jungen Bendorfer Pfarrer Kraus als Pastor für Arenberg vorzuschlagen. Aufgrund des uralten "Präsentationsrechts" derer von Helfenstein, der Herren auf Schloss Mühlenbach, hatte der Trierer Bischof diesem Vorschlag entsprochen, allerdings letztmalig.9) Sowohl Dr.Soist, Ehrenbürger der Stadt Ehrenbreitstein und zeitlebens Mitglied des dortigen Stadtrats, als auch das hochgeschätzte Fräulein Franziska Helff haben sich Verdienste als große Wohltäter erworben und gründeten u.a. auch das Dähler Hospital, dem alte Ehrenbreitsteiner noch heute nachtrauern.10) Nun geht es also munter voran. Ludwig Emsbach, Mitglied des Schulvorstands, und Förster Nikolaus Knopp öffnen unentgeltlich ihre Steinbrüche. Der Bauer und Ziegeleibesitzer Johann Nikolaus Ludwig sichert zu verbilligtem Preis Backsteine zu. Die Gemeinde verspricht, alle Beifuhren und sonstige Handarbeiten zu leisten, und ohne jede Vergütung übernimmt Ingenieur-Major Schnitzler von Koblenz die Bauleitung.11)  Am2. Februar 1844 schenkt Pfarrer Kraus selbst noch ein angrenzendes Stück Ackerland hinzu, das er kurz vorher von Dr. Soist und einem Herrn Blatten erworben hat, weil Hof und Garten nun einmal zu einer ordentlichen Landschule gehören und die Lehrerstelle dadurch eine beträchtliche Aufwertung erfährt. 12) Weitere Geschenke zum Bau der Schule machen ein Herr Weckbecker (20 Taler), der jetzt 78jährige Vater Anton des Ludwigshof-Bauern (10 Taler) sowie Ingenieur-Hauptmann u. Wasserbaudirektor JohannJakob v. Kirn (3 Taler 5 Silbergroschen).

Ende Mai 1844 ist der Rohbau unter Dach. Am 15. Oktober ernennt die königliche Regierung den jungen Schulmeister Friesenhahn aus Laudert zum Lehrer an der neuen Schule in Arenberg. Der hat gerade das Lehrerseminar in Brühl absolviert und übernimmt nun zugleich auch den Dienst als Küster, Glöckner und Organist an der Arenberger Pfarrkirche. Am 3. November endlich beginnt im Erdgeschoß des Neubaus der Unterricht für 49 Arenberger Kinder, 22 Mädchen und 27 Knaben. In der Immendorfer Schule sind 80 Schulkinder verblieben; 38 Mädchen und 42 Knaben, darunter 4 Mädchen und 5 Knaben aus jüdischen Familien. Als neuer Lehrer ist dort mit Beginn des Schuljahres Severin Perzborn aus Ariendorf angestellt, der mit Lehrer Friesenhahn das gleiche Seminar besucht hat.

Die Arenberger sind stolz auf ihr neues Schulhaus. Allein schon die Lage ist prächtig, ganz nah bei Kirche und Pfarrhaus und von außen herrlich anzusehen. Aber auch innen ist es trefflich eingeteilt, hat einen gewölbten Keller und einen großen Speicher. Zu ebener Erde sind zwei Stuben, ein kleiner Schulsaal und die Küche. Oben ein weiteres Zimmer und ein großer Schulsaal, der jedoch erst später ausgebaut werden soll. Im Dachreitertürmchen hängt die 16 Pfund schwere Schulglocke, die Hauptmann v. Kirn zu 5 Talern überlassen hat.13)

Liebe Kinder, abenteuerliche Erlebnisse des Schulglöckchens aus der damaligen Zeit hat Lehrer Heinrich Reuß später niedergeschrieben. Rektor Arnold Mies hat die köstliche Erzählung in der Festschrift anlässlich der Erweiterung unserer heutigen Grundschule 1965 abgedruckt. Dort könnt Ihr sie nachlesen. Wer ganz genau hinschaut, dem wird auffallen, dass das liebe Glöckchen an einer Stelle ein klein bisschen flunkert. Da schwärmt es vom Wettläuten mit den "großen Schwestern", den schweren Kirchenglocken, als der Bischof im September 1868 zur Weihe der neuen Kirche nach Arenberg kam. Da muss es sich aber irren. Das muss später gewesen sein. Wieso? Warum wohl? Wer weiß das?14)

 Der gute Pfarrer Kraus wird jedenfalls glücklich gewesen sein, als er nach zehn Jahren seine "Schulaufgaben" fürs erste hinter sich hatte. Doch nur ein halbes Jahr später stürzte er sich schon wieder in neue Abenteuer, als er mit dem Ölberggarten und den Kreuzwegstationen sein eigentliches Lebenswerk begann, das ihn bis zu seinem Tode am 16. März 1893 fast ein halbes Jahrhundert lang nicht mehr loslassen sollte. Eins jedoch ist ganz sicher: Die freudigen wie auch die weniger angenehmen Erfahrungen mit seinem ersten Projekt, dem Schulbau für seine Arenberger Kinder, werden den begnadeten Seelsorger und rastlosen Bauherrn für alle späteren Herausforderungen seines langen Lebens nachhaltig geprägt haben.

ANMERKUNGEN

1) Akte B4 "Schulsachen"; Pfarrarchiv Arenberg

2) Königliches Consistorium des Großherzogturns Niederrhein vom 8. September 1816

3) Instruktion = Dienstanweisung

4) Johann Baptist Kraus im Protokollbuch "Schulangelegenheiten des Kirchspiels Arenberg" 1836-1875; Pfarrarchiv

5) Heinrich Kühn im Sendschöffen- Protokollbuch 1814-1831, Akte D2 S.256; Pfarrarchiv

6) Akte 655.10 Nr.24 der Bürgermeisterei Ehrenbreitstein, Blatt 223; Stadtarchiv Koblenz

7) Akte 655.10 Nr.25 der Bürgermeisterei Ehrenbreitstein, B1.71/72; Stadtarchiv Koblenz

8) Vergl. auch Aloys Hütten(t 1966): "Der Schulfonds der Freiherren von W rede" in ,,1100 Jahre Immendorf" 1980, S.55

9) Heinrich Volk, Rheinbrohl, in "Die Geschichte der Pfarreien des Dekanats Engers" 1923 (Trier 1932), S.409;

Dr. Philipp de Lorenzi in "Beiträge zur Geschichte aller Pfarreien der Diözese Trier" 1884 (Nachdruck 1977) II, S.487

10) Jakob Wagner in "Biographische Nachrichten über einige ältere Koblenzer und Ehrenbreitsteiner Familien", Görresdruckerei Koblenz 1923

11) Vergl. auch Johann Baptist Kraus im Sendschöffen Protokollbuch, 1844 S.91; Pfarrarchiv, Akte D2

12) Urkunde in Akte B4 "Schulsachen"; Pfarrarchiv

13) Quittung vom 30.Mai 1844 in Akte B4; Pfarrarchiv

14) "Arenberg genannt Roter Hahn" Hrsg. Arnold Mies 1965, S.6 (Bei Einweihung der neuen Pfarrkirche am 26.Sept.1868 waren die Kirchtürme noch unvollständig, nicht höher als das Kirchenschiff. 1871 erhielten sie eine provisorische Holzabdeckung. Erst im Juni 1878, nachdem sie 1877 vollendet worden waren, konnten vier Glocken in den Türmen aufgehängt werden; siehe Sendschöffen-Protokollbuch S.131, 136, 138).

 

* Die unter 1 und 4 genannten Quellen wurden hier in den jeweils folgenden Abschnitten immer wieder, wechselweise oder auch gleichzeitig, benutzt.

Der Hinweis auf Quelle 10 ist Frau Schwickerath, Ehrenbreitstein, zu verdanken.

 

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05 Höhenluftkurort Arenberg

Der Prospekt ist ein interessantes Dokument der Bemühungen, als Luftkurort "Bad Arenberg" anerkannt zu werden.

Daneben dokumentiert er auch das reichhaltige Gastronomieangebot des Ortes.

 

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06 Fronleichnam in Arenberg 1957 / 1958

Der Prozessionsweg führte von der Kirche durch die Kirchstraße in die Silberstraße und zurück.

 

 

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07 "Album von Arenberg" aus dem Jahr 1883

Antiquarisch ist ein "Album von Arenberg" aus dem Jahr 1883 gefunden worden.

Die Bilder daraus werden hier angeboten:

Kirche - Inneres - Grab Christi - Reliquien-Alter - Grab Maria - Kanzel - Beichtstuhl - Tauifkapelle - Erlösungs-Kapelle - St.Joseph-Kapelle - Oelberg - Himmelfahrts-Kapelle

Anselm Schmitz

1831 bis 1903

Seit 1869 war Anselm Schmitz nachweislich in Köln tätig. Woher er kam, wann er zum Fotografen ausgebildet wurde und wo er vorher gearbeitet hat, ist unbekannt. Auf der Düsseldorfer Gewerbe- und Kunstausstellung 1880 stellte er 27 Arbeiten aus, die große Anerkennung fanden und mit einer bronzenen Ausstellungsmedaille "für photographische Reproductionen und Aufnahmen von Landschaften und Architecturen" ausgezeichnet wurden. Ein Jahr später erhielt er den Titel "Königlicher Hofphotograph".